Foyer Warmbächli, Bern

Projektinfo
Planung: 2024
Ausführung: 2025
Auftrag Direktauftrag
Bauherrschaft: Genossenschaft Warmbächli
Architektur / Bauleitung: Sonja Wille
Fotografie: Roland Juker

Ausgangslage

Das zweigeschossige Foyer ist der Dorfplatz der Genossenschaft Warmbächli. Hier kreuzen sich Wege, hier trifft man Nachbarinnen und Nachbarn, hier verbindet sich das öffentliche Leben mit dem Leben im Haus. Die grosszügigen Raumproportionen und die rohe Betonoberfläche erzählen von der industriellen Vergangenheit des Gebäudes als ehemaliges Lager der Chocolat Tobler AG. Der Wunsch der Bewohner war es, diesen besonderen Ort besser als Aufenthalts- und Begegnungsraum nutzbar zu machen.

Projekt

Im Zentrum des Projekts stand ein partizipativer Prozess, in dem die Bedürfnisse der Bewohner aufgenommen und gemeinsam weiterentwickelt wurden. Ziel war die Schaffung eines offenen Möglichkeitsraums, der unterschiedlichste Nutzungen zulässt und Begegnungen fördert. Besonderer Wert  wurde darauf gelegt, den rauen Charakter zu erhalten und gleichzeitig eine warme, einladende Atmosphäre zu schaffen. Das Foyer ist ein Begegnungsraum, der den gemeinschaftlichen Alltag der Genossenschaft unterstützt und stärkt.

Ausführung

Um den Aufenthaltbereich zu markieren, wurde hier der Betonboden leicht angeschliffen und so veredelt. Ein wichtiges Anliegen war es, die Akustik zu verbessern. Dazu wurden an der Decke Baffeln aus wiederverwendeten Textilien eingesetzt. Die neu entwickelten Möbel aus einfachen Dreischichtplatten sind robust und flexibel nutzbar. Die rot ausgestalteten Regale für Flyer und Bücher setzen einen kräftigen Akzent. Pflanzen, Anschlagtafeln und weitere Elemente wurden von den Bewohnenden hinzugefügt. Es entsteht kein fertig gestalteter Raum, sondern Ort, der von seinen Nutzerinnen und Nutzern laufend weitergeschrieben wird.