Mattenhof Bern

 
Projektinfo
Projekt: 2025-2026
Ausführung: 2026
Denkmalschutz: Schützenswert, K-Objekt
Architektur / Bauleitung:

Simon Gysel

Bauherrschaft:

Privat

Bilder

Roland Juker 

Ausgangslage

Als Teil der monumentalen Gestaltung des Vejelihubels durch Karl Indermühle flankieren zwei fünfteilige Reihenhaus-Volumen die symmetrische Freitreppe die hinauf zur Friedenskirche führt. Die zweigeschossigen Volumen unter einem ausladenden Walmdach verfügen über einfach instrumentierte Fassaden mit durchlaufendem Fensterbankgesimse im Obergeschoss und symmetrischen Aussentreppen zur Strasse, halb eingelassenen Balkonen und Vorgärten zur Kirche hin. Die Anlage wurde nach dem ersten Weltkrieg errichtet, wobei die Reihenhäuser 1921 nach Kirche und Pfarrhaus als letztes erbaut wurden und wird im Bauinventar der Stadt Bern als schützenswertes «K-Objekt» aufgeführt sind. 

Projekt

Ziel des Projektes ist es, die bestehenden Qualitäten des Hauses zu stärken und es zugleich ressourcenschonend an heutige Bedürfnisse anzupassen. Im Erdgeschoss wurde in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege eine Verbindung zwischen Küche und Wohnraum geschaffen welche die alte Kammerung des Grundrisses ablesbar lässt und gleichzeitig ein zeitgemässes Durchwohnen ermöglicht. Die originalen Fliesen in der Küche wurden freigelegt und die darin enthaltenen Spuren von Holzöfen machen die Geschichte des Hauses erlebbar. Im Dachgeschoss entstand eine neue Verbindung der grosszügigen Zimmer die als Einbauschrank in Erscheinung tritt und ein neues Bad beinhaltet.

Ausführung

Die tragende Wand, mittig zwischen Küche und Wohnraum sowie den beiden Zimmern im Dachgeschoss gelegen, wurde im Erdgeschoss mit einem Stahltonträger zu einem Durchgang geöffnet während im Dachgeschoss eine Metallkonstruktion aus Träger und Rundstütze die Lasten vom Dach ins Obergeschoss ableiten um Platz für das Bad an dieser Schnittstelle zu schaffen. Entlang dem Kamin entstand eine neue Steigzone die sich in den Bestand einfügt. Die Spiegeltüren die ins versteckte Bad führen pflegen einen spielerischen Umgang mit der Raumwahrnehmung.