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Wiesenstrasse 73, Bern

   
Baujahr: 2015
Projekt: 2014
Ausführung: 2014-2015
HNF SIA 416: 260 m2
Preis Fr./m3 BKP 2: 851.-
   
Architektur / Bauleitung:

Stefan Gysel
Lorenz Frauchiger

Bauherrschaft: STOWE Gemeinschaft w73- Familien Bauer-Wegelin + Wasserfallen-Mohib

Ausgangslage
Das Mehrfamilienhaus Wiesenstrasse 73 ist Teil einer sechsteiligen
Häuserzeile mit Satteldach und wurde als Einspänner mit einem Treppenhaus - pro Geschoss je einer 3-Zimmer-Wohnung
- gebaut. Je zwei Wohnungen sollten zu einer Familienwohnung
mit interner Erschliessung zusammengelegt werden.
Für die obere Wohnung musste ein Aussenraum als Terrasse auf der Sudseite des Hauses geschaffen werden. Keller und Estrich und Garten sollten zu grösstmöglichen Teilen einer gemeinsamen Nutzung dienen.

Bauliche Massnahmen
Unter Beibehaltung von wertvollen Oberflächen, insbesondere den intakten Parkett- und Plattenböden wurde in einer ersten Projektphase nach neuen Raumaufteilungen und Raumgruppenin Zusammenhang mit einer internen Treppenanlage gesucht. Die unterschiedlichen Nutzungsinteressen der beiden Parteien erforderten im Erdgeschoss einen grossen Eingriff in die statische Struktur des Hauses, um ein Durchwohnen von Nord nach Süd zu ermöglichen, wurden bestehende Wände auf ein Minimum reduziert und verstärkt. Die Geschossdecke zwischen den beiden Einheiten wurde als Schallschutzmassnahme von unten nachgedämmt und mit einer neuen Gipsdeckeversehen. So konnten auch die Parkettböden der oberen Wohnung erhalten bleiben. Zur Verbesserung der Wärmedämmung wurden im ganzen Haus die Fenster ersetzt, die Kellerdecken gedämmt und das Dach nach den Kriterien von Minergie gedämmt und neu eingedeckt. Die haustechnischen Installationen wurden von Grund auf neu verlegt. Die neue Heizzentrale im Keller versorgt neu beide Wohnungen über Steigstränge an den Fassaden. Ebenfalls wurde die Warmwasseraufbereitung im Technikraum zentralisiert. Sonnenkollektoren auf dem Dach leisten einen grossen Anteil an der Warmwasseraufbereitung. Der Einbau der internen Treppen in der Hausmitte verbindet neu die beiden Geschosse pro Einheit nicht nur physisch, sondern bindet die Geschosse auch räumlich zu einer Einheit mit spannenden Ein- Aus- und Durchblicken zusammen.