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Brünnen Baufeld 5

Öffentlicher Wettbewerb: 2016
Veranstalterin: Bernasconi Liegenschaften AG
Schwab Architektur und Liegenschaften AG
Geschossfläche GF SIA 416: 13’759 m2
Hauptnutzfläche HNF: 8’653 m2
Gebäudevolumen SIA 416: 44’895 m3
Verfasser: Reinhard Briner
Martin Zulauf
Stefan Gysel
Simon Gysel
Anina Jaussi
Landschaftsarchitektur: Luzius Saurer

 

Jardinière

 

Offenes Stadtbaumuster

Brünnen ist fast gebaut. Durch die allseitigen Vorgaben ist beim Baufeld 5 der Stadtraum im Sinne des Blockrand Siedlungsmusters bereits soweit definiert, dass dessen Weiterführung nicht zwingend notwendig erscheint. 

Das Projekt „jardinière“ nutzt diesen Spielraum für eine optimierte Anordnung der Baukörper und Aussenräume. Soviel Bauvolumen wie erforderlich, soviel Freiraum wie möglich.

 

Nutzbarer Aussenraum

Vieles funktioniert in Brünnen, es gibt jedoch einen ziemlich durchgängigen Schwachpunkt: die Aussenräume in den Baufeldern werden kaum genutzt und wirken entsprechend leblos. Das gilt für die Hofräume und besonders für die Strassenabstandbereiche, wo vielfach Abstandsgrün den Strassenraum negativ prägt. Jardinière schlägt vor, das Vorland den Wohnungen im Erdgeschoss zur Verfügung zu stellen. Auch im Hof schafft eine private Gartenfläche den Übergang zwischen den Wohnungen und dem gemeinsam genutzten Hofbereich. Dieser ist für alle BewohnerInnen direkt und hindernisfrei zugänglich.

 

Familienwohnungen mit Garten

Private Aussenbereiche, ein attraktiver Hofraum und Gemeinschaftseinrichtungen werden von Familien mit Kindern geschätzt.  Die Gärten bringen Vielfalt und persönliche Gestaltung in die Siedlung, sind Rückzugsort für die Kleinen und Spielfeld für die Urban Gardeners. Auch beim südorientierten Gebäude ist im Hof ein privater Aussenbereich den Wohnungen vorgelagert, der mit Topfpflanzen individuell eingerichtet werden kann. 

Die allgemeine Freifläche in der Mitte ist mehrheitlich nicht unterbaut und entsprechend bepflanzbar.

 

Effiziente Struktur

Die klare Grundriss Struktur mit durchgehenden Lastabtragungen kann statisch nach Wunsch mehr oder weniger flexibel definiert werden. Flache, orthogonale Ortbetondecken in Verbindung mit vorfabrizierten Betonstützen bzw. tragenden Wänden ermöglichen hier verschiedene effiziente und preiswerte Auslegungen. Die Haustechnik Installationen sind in der Gebäudemitte konzentriert angeordnet. Besonderes Gewicht liegt auf der Qualität der Erschliessung der mehrbündigen Typologie, alle Treppenhäuser haben Tageslicht und Aussicht; im UG bzw. EG Corbusierplatz sind die Vertikalerschliessungen horizontal verbunden was flexible Nutzungszuteilungen begünstigt.

 

Einfach nachhaltig 

Kompakte Bauvolumen sind kostengünstig und bilden gleichzeitig eine gute Ausgangslage für optimierte Energiekonzepte. Die drei Baukörper können ohne wesentliche Mehrkosten im Minergie P Standard realisiert werden da Formfaktor und Ausrichtung für Passivgewinne stimmen. Die durchlaufenden Balkone unterstützen den sommerlichen Wärmeschutz und erweitern optisch den Wohnraum. Die befestigten bzw. unterbauten Umgebungsfläche sind möglichst klein gehalten, ebenso die Gebäudegrundflächen. Durch die Konzentration auf das Wesentliche wird das Projekt auf einfache Weise nachhaltig.

 

Landschaftsgestaltung

Das Projekt umfasst vier unterschiedliche Aussenbereiche

- private den Wohnungen zugeordnete Gärten

- Aussendeck Haus C

- Hofraum

- Quartierschnittpunkte